Bei Lkw-Ladeprojekten scheitert es selten an der Ladesäule. Der eigentliche Engpass sitzt davor: beim Netzanschluss. Wer das früh versteht, spart Zeit, Geld und Nerven.
Warum der Netzanschluss der Engpass ist
Ein einzelner DC-Depotlader zieht schnell 150 bis 360 kW. Mehrere davon gleichzeitig, dazu vielleicht PV und Speicher — und die vorhandene Anschlussleistung eines typischen Betriebshofs ist überschritten. Dann führt kein Weg an einem verstärkten oder neuen Netzanschluss vorbei. Das ist technisch anspruchsvoll, genehmigungspflichtig und der Schritt mit der längsten Vorlaufzeit.
Hausanschluss vs. Mittelspannung
Kleinere Vorhaben lassen sich manchmal noch über den vorhandenen Niederspannungsanschluss abbilden. Sobald die Leistung steigt, wird jedoch ein Mittelspannungsanschluss nötig. Damit kommt ein weiteres Bauteil ins Spiel, das viele nicht auf dem Schirm haben: die Übergabestation.
Die Übergabestation (Trafostation)
Die Übergabestation ist die Schnittstelle zwischen öffentlichem Mittelspannungsnetz und dem Betriebshof. Sie transformiert die Spannung und stellt die Übergabe sicher. Ohne sie kein Hochleistungsladen. Genau hier liegt unsere Kernkompetenz — die passende Lösung ist unsere Trafo-Übergabestation, die wir planen und schlüsselfertig errichten.
Ablauf des Netzanschlussbegehrens
Vereinfacht läuft es so:
- Netzcheck: benötigte Leistung ermitteln, Anschlusssituation prüfen.
- Netzanschlussbegehren beim zuständigen Netzbetreiber stellen.
- Rückmeldung & Planung: Anschlusspunkt, Bedingungen, Kosten.
- Bau: Tiefbau, Übergabestation, Zuleitung.
- Inbetriebsetzung durch den Netzbetreiber.
Kosten und Dauer
Beides variiert erheblich — je nach Entfernung zum Netz, benötigter Leistung und Netzbetreiber. Der Netzanschluss kann den größten Einzelposten eines Projekts bilden. Die gute Nachricht: Er ist ausdrücklich förderfähig. Wie die Förderung greift, steht im Beitrag Was der Bund zahlt, und wie er sich in die Gesamtkosten einordnet, im Beitrag Depotladen-Kosten.
Wie man Zeit spart
Der wichtigste Hebel: den Netzcheck ganz an den Anfang stellen und parallel den Förderantrag vorbereiten. So laufen die langwierigen Prozesse gleichzeitig statt nacheinander. Genau so gehen wir vor — als Anbieter, der Netzanschluss, Übergabestation, PV, Speicher und Ladepunkte aus einer Hand liefert, gibt es keine Schnittstellenverluste.
Fazit
Der Netzanschluss ist das Nadelöhr — aber ein lösbares. Wer ihn früh angeht und mit einem Partner arbeitet, der die Übergabestation selbst baut, verwandelt den Engpass in einen Zeitvorsprung. Der erste Schritt ist ein kostenloser Netzcheck.